Oft sind wir nett zu anderen, aber uns selbst gegenüber sehr streng und unerbittlich, wenn wir z.B. etwas vergessen oder einen Fehler machen. Anderen würden wir es verzeihen, uns selbst hingegen nicht.

Warum ist das so?
Dieser „innere Kritiker“ spiegelt u.a. gesellschaftliche Regeln wider, die wir in unserer Kindheit gelernt haben, aber auch unsere Ängste sowie Kritik, die wir von anderen gehört haben.
Indem du mit deinem inneren Kritiker mäßigst und freundlicher mit dir sprichst, stärkst du dein Selbstvertrauen und verbesserst du deine Stimmung.

Mach dazu die folgende Übung:
Denke an eine Situation, in der sich dein innerer Kritiker vehement zu Wort gemeldet hat (z.B. „Immer machst du die gleichen Fehler, dir gelingt einfach nichts!“). Neutralisiere das Gesagte nun, indem du daran denkst was liebevolle Eltern jetzt zu ihrem Kind sagen würden. Richte freundliche, wohlwollende und motivierende Worte an dich selbst. Wiederhole diese Sätze mehrfach, wie zum Beispiel „Ja, es ist dumm gelaufen. Das kann passieren, aber Kopf hoch, nächstes Mal machst du es besser. Stück für Stück. Es hilft gar nicht, wenn du dich jetzt selbst fertig machst.!. Die bestärkende Nachricht erreicht dein Unterbewusstsein und prägt sich durch die Wiederholungen dort ein. Im Gehirn wird der Botenstoff Dopamin ausgeschüttet, unser Motivations-Hormon.

Mach diese Übung immer wieder, wenn du merkst, dass dein innerer Kritiker überhand nimmt. So übst du, liebevoller und freundlicher mit dir selbst zu reden und dich dadurch besser zu fühlen.

Quelle: COGITO App, entwickelt an der Universitätsklinik Hamburg (UKE), Arbeitsgruppe „Klinische Neuropsychologie“