Ein Growth Mindset ist wichtig für jedes Unternehmen. Es ermöglicht den Führungskräften und Mitarbeitenden eine (emotional) intelligentere Kommunikation. Feedback ist ein wichtiges Instrument, in dem sich ein Growth Mindset als sehr wertvoll erweist.

Häufig beginnen Feedback-Gespräche mit der (bedrohlichen) Frage: Kann ich Ihnen ein Feedback geben? Der Mangel an Gewissheit in der Frage veranlasst den Empfänger, im Ungewissen zu kramen, die Gedanken beginnen zu kreisen und ein Worst-Case-Szenario entsteht. Das Gehirn beginnt (unbewusste) Fehler zu suchen.
Dies ist eine natürliche, evolutionsbedingte Reaktion. Das sogenannte Bestrafungssystem in unserem Gehirn meldet sich schneller als unser Belohnungssystem, da es unser Überleben sichert. Es warnt uns und setzt uns (unbewusst) in erhöhte Alarmbereitschaft durch die Ausschüttung von Cortisol (Stresshormon).

Mit einem Fixed-Mindset (eingefahrenes Denken) ist es wahrscheinlich, dass wir das Feedback als Angriff auf das Selbstwertgefühl aufnehmen.
Hier hilft ein gesundes Growth Mindset (wachstumsorientiertes Denken). Es lässt Raum für die Möglichkeit, dass wir einen blinden Fleck haben. Ein Growth Mindset veranlasst uns dazu, zu akzeptieren, dass Feedback tatsächlich eine gute Sache ist: Wir wollen uns verbessern, wir wollen aus Erfahrungen und auch aus Fehlern lernen.

Mit anderen Worten: Ein Feedback zu erhalten ist nicht unbedingt persönlich. Die Kritik einer Führungskraft sollte immer nur auf unsere Leistung oder unser Verhalten bezogen sein, aber nicht auf unsere Persönlichkeit. Das Growth Mindset hilft uns, dies zu unterscheiden.

Die Kunst der Führungskräfte liegt darin, als Feedbackgeber das Belohnungssystem im Gehirn des Empfängers anzusprechen und damit die Ausschüttung von Dopamin („Glückshormon“). Dopamin ist einer unserer bedeutendsten neuronalen Botenstoffe für Konzentration, Bewegungen und geistiger Leistungsfähigkeit und: Wachstums-Motivation!

Welche Feedback-Kultur, welches Mindset herrscht in deinem/Ihrem Umfeld?


Im Coaching arbeite ich sehr häufig mit Menschen an ihrem Wunsch, ihre Einstellung zu etwas verändern zu wollen. Zum Beispiel, Dinge nicht mehr so persönlich zu nehmen. Ein verändertes Mindset kann nachhaltig neue neuronale Automatismen bilden.


Beste Grüße
Xenia Gerresheim

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